Winter, Weihnachten, 50 Words For Snow
Sie hätte sich keine bessere Jahreszeit für dieses Album aussuchen können. Im Winter, wenn die Welt ein wenig stiller wird, findet
Kate Bushs neuestes Werk „50 Words For Snow“ seine natürliche Heimat. In kurzen sechs Jahren (der Vorgänger
„Aerial“ brauchte ganze 10 Jahre Entstehungszeit) hat die Britin
Songs wie Märchen geschaffen – wie das vom Geist einer Frau, die am Ufer des Lake Tahoe spaziert und ihren alten Hund Snowflake zu sich ins Totenreich ruft. Ein Weihnachtsalbum, das nicht weihnachtlich ist, weil es vor kitschigen Texten und Glöckchengeklingel nur so schäumt, sondern weil es ein weihnachtliches, besinnliches Gefühl verbreitet.
Es ist echt.
Experimentell
Die zurückhaltende musikalische Untermalung bietet die ideale Bühne für Kate Bushs unverwechselbar klare Stimme – eine Kombination, die selbst die experimentellsten der mit 7 bis 13 Minuten nicht gerade zackigen Songs (darunter auch ein Duett mit Elton John), nicht so seltsam wirken lässt, dass sie unhörbar wären. Wer sich darauf einlässt der merkt, Kate Bush kann es einfach immer noch. Nicht umsonst ist sie seit 30 Jahren eine der erfolgreichsten Popmusikerinnen der britischen Insel, ganz abseits vom Mainstream ...
50 Wörter für Schnee
Besonders gelungen ist übrigens der Titeltrack des Albums
„50 Words For Snow“, in dem Kate Bush den Schauspieler
Stephen Fry dazu auffordert, seine 50 Wörter für Schnee zu nennen, mit ihm zählt und ihn immer wieder unterbricht , um ihm zu sagen, wie viele Wörter noch fehlen. Das ist herrlich unkonventionell, kreativ und
wahre Kunst. Wenn Sie nun also auf den ersten
vanilla swarm warten, dem
swans-a-melting beim Fallen zusehen oder den schon alles überzuckernden
anklebreaker bewundern, dann hören Sie dazu Kate Bushs neues Album ...