Vorurteile über Männer und Frauen
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Männer sind weniger rational als Vorurteile behaupten: 65 Prozent von ihnen vertrauen auf ihr Bauchgefühl, 56 Prozent sprechen gern über Gefühle und Beziehungen. Und: Fast jeder zweite Mann ist leidenschaftlicher Hobby-Koch.
Auch die Ergebnisse der weiblichen Singles überraschen: 42 Prozent mögen Zahlenakrobatik, Mathematik und logisches Denken. 38 Prozent der Single-Frauen handwerken und reparieren gern.
Typisches Verhalten?
Singles werden sich ähnlich Woran liegt es, dass die Grenzen zwischen typisch weiblichem und männlichem Verhalten derart verschwimmen? Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner.de: "Das Single-Dasein führt zu einem veränderten Rollenverhalten." So können Frauen mit der Bohrmaschine umgehen und Männer sich mit der Mutter über ihre Lieblingsrezepte austauschen: Durch das Alleinleben sind Singles darauf angewiesen, auch den Part des anderen Geschlechts zu übernehmen. "Die alltäglichen Herausforderungen des Single-Lebens weichen traditionelle Vorstellungen geschlechtsspezifischer Verhaltensweisen auf", so Fischbach
Ähnlichkeiten suchen
Zeit für einen Perspektivwechsel
Unzählige Ratgeber thematisieren die angeblichen Geschlechterunterschiede. Zu einer gelungenen Kommunikation zwischen Mann und Frau tragen sie allerdings nicht bei. Im Gegenteil: Die so genannte "Differenzhypothese" fördert Vorurteile. Tipp der Diplom-Psychologin: "Für den Aufbau einer langfristigen Partnerschaft ist es wichtiger, das Augenmerk auf die Ähnlichkeiten der Partner zu richten, als Unterschiede zu betonen." Sonst kann es passieren, dass Paare ihre Konflikte gar nicht erst angehen, weil sie aufgrund der vermeintlichen Andersartigkeit unlösbar scheinen.