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Zeckenstiche: Diese Gesundheitsgefahren drohen

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Längst schon hat der Frühling in Deutschland Einzug gehalten. Nur allzu gerne genießen viele Menschen das schöne Wetter in der Natur. Das ist gesund und sorgt für gute Laune – hat aber leider auch seine Schattenseiten.


 
Im Unterholz lauern Zecken auf geeignete Wirte, bei denen sie sich mit Blut voll saugen können. Dabei können einige Zecken auch gefährliche Krankheiten übertragen. Welche das sind und in welchen Regionen Deutschlands besondere Vorsicht geboten ist, haben wir für Sie zusammengefasst.
 

Was sind Zecken und wo ist ihr bevorzugter Lebensraum?

Was sind Zecken und wo ist ihr bevorzugter Lebensraum?
© Shutterstock / Kristian Sekulic
Bei der Familie der Zecken handelt es sich um Parasiten, die sich von Blut ernähren. Zu ihren bevorzugten Wirten gehören Wildtiere wie etwa Rehe, aber auch Pferde, Hunde und Menschen. In unseren Breitengraden ist der „gemeine Holzbock“ die verbreitetste Zeckenart. Zecken „beißen“ nicht im üblichen Sinne, sondern durchbohren mit ihrem speziell geformten Kiefer die Haut des Wirtes. Anschließend saugen sie mit einem Teleskop-artigen Rüssel das austretende Blut aus der Wunde. Nachdem sich die Zecke mit Blut vollgesogen hat, lässt sie sich von ihrem Wirt fallen.

Zecken bevorzugen Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Sie kommen daher vor allem in Laub- und Mischwäldern vor. Auch einige Gärten und Schrebergärten bieten Zecken geeignete Bedingungen. Trockene und offene Flächen wie zum Beispiel ein Rasen im Park sind hingegen als Lebensraum für Zecken eher ungeeignet und dementsprechend für den Menschen weniger gefährlich.

Welche Gesundheitsgefahren drohen?

Der Zeckenstich selbst ist nur eine kleine, oberflächliche Verletzung und für den Wirt in aller Regel ungefährlich. Problematisch ist aber, dass Zecken beim Saugen auch Körperflüssigkeiten in die Wunde abgeben. Dabei können sie Krankheitserreger in das Blut des Wirtes absondern. In Deutschland drohen durch Zecken vor allem zwei Erkrankungen: Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) und Borreliose.

FSME ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Viren hervorgerufenen wird. Die Erreger verteilen sich vor allem auf bestimmte Risikogebiete. In Deutschland befinden sich diese hauptsächlich in Baden-Württemberg, Bayern und Südhessen sowie im Landkreis Marburg-Biedenkopf, vereinzelt auch in Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. FSME-Erkrankungen sind selten und werden meistens im Frühjahr und im Sommer beobachtet. Die Mehrheit aller mit FSME infizierten Personen bleibt beschwerdefrei. Nur etwa jeder dritte Infizierte entwickelt Krankheitszeichen. Bei diesen Menschen kommt es zunächst zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schwindelgefühl. Rund 1 bis 3 Wochen später entwickelt sich bei einem Drittel der Erkrankten die zweite Phase der Infektion in Form einer Entzündung der Hirnhäute sowie des Gehirns (Meningo-Enzephalitis). Diese ist verbunden mit erneutem Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Ausfällen des Nervensystems. Schwere Verläufe können mit Lähmungen des ganzen Körpers einhergehen und in Einzelfällen auch zum Koma führen. Als weitere Komplikation droht eine Entzündung des Rückenmarks. Etwa 0,5 % der Betroffenen sterben. In der Folge leiden einige Erkrankte monatelang unter Kopfschmerzen und Lähmungserscheinungen. Mitunter kann es sogar zu bleibenden Schäden kommen. Besonders gefährdet, Komplikationen zu erleiden, sind ältere Menschen. Bei Kindern dagegen verläuft die Krankheit meist leichter und bleibende Schäden sind weitaus weniger wahrscheinlich als bei Erwachsenen.

Im Gegensatz zu FSME ist die Borreliose eine bakterielle Erkrankung. Studien zufolge wird jeder Fünfte Betroffene eines Zeckenstichs mit Borreliose infiziert. Rund 6% der deutschen Frauen sowie 13% der Männer haben Antikörper gegen Borreliose im Blut und somit mindestens eine Infektion durchgemacht. Jedoch entwickelt nur rund 1% der Infizierten auch Krankheitssymptome. Bei diesen äußert sich die Borreliose zunächst durch grippeähnliche Symptome sowie eine charakteristische Rötung um die Einstichstelle herum. Später kann die Borreliose zahlreiche Symptome in verschiedenen Organen hervorrufen, die einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen auftreten können. Typischerweise ist vor allem das Nervensystem betroffen. Borreliose ist, wenn sie frühzeitig diagnostiziert wird, gut mit Antibiotika behandelbar.

 
 

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